Friedrich Damköhler

„Die Ziersdorfer Zeit“ der Künstlerin Prof. Mag. art. Irmtraud Pichler

geschrieben in Ziersdorf 2006

Als die Bitte an mich herangetragen wurde über die „Ziersdorfer-Zeit“ der Akademischen Malerin Professor Mag. art. Traudel Pichler zu schreiben, stand ich eigentlich vor einem großen Fragezeichen. Ich kannte Traudel Pichler kaum. Ich sah sie sehr oft im alltäglichen Getriebe unseres Ortes, aber außer einem Gruß und ein paar unverbindliche Worte hatten wir keinen Kontakt. Überhaupt war ihre Anwesenheit in Ziersdorf, immerhin lebte und werkte sie hier viele Jahre, eine der Öffentlichkeit sehr verborgene. Genug vom Leben in der Großstadt Wien, belastet von der Arbeit an der „Akademie der Bildenden Künste“ suchte die im Oktober 1941 in Mülheim/Ruhr geborene Künstlerin einen Ort der Ruhe und Selbstfindung und Verwirklichung. Im Jahre 1974 erfuhr sie bei Restaurationsarbeiten mit Professor Max Melcher im Stift Melk, dass der alte Pfarrhof in Ziersdorf zum Verkaufe angeboten wurde. Im Anwesen daneben stand schon seit geraumer Zeit der Neubau eines Pfarrhofes, der der heutigen Zeit und Bedingungen mehr entsprach. Traudel Pichler kam, sah und erwarb den geschichtsträchtigen Bau, der jedoch schon einiger Renovierungsarbeit bedurfte. Sie hatte keinerlei Bedenken, als Protestantin in dieses alterwürdige, katholische Haus einzuziehen, ein Haus voll Energie und  tiefem Bekenntnis zu geistigen und kulturellen Werten. Es bedurfte viel Arbeit, den Pfarrhof der Künstlerin gerecht zu gestalten. Die Arbeit lohnte sich, sie schuf sich „Ihr“ Heim, „Ihre“ eigene kleine Welt.

1988/89 kaufte sie auch das dem Pfarrhof gegenüberliegende, ebenfalls 1785 erbaute, erste Schulgebäude Ziersdorfs. Ein Haus, schlicht und dem damaligen Standart des Ortes angemessen, zwischen Kirche, Pfarrhof und Bauernhäusern eingeklemmt. Ein großer Schulraum, eine kleine Lehrerwohnung und ein noch kleinerer Vorhof. In diesem Haus war von 1908 bis1959 der Kammmacher Adalbert Wawrik mit der Erzeugung von Kämmen und Bürsten tätig. Der Anlass dieses Kaufes zeichnet die Künstlerin, ihre Liebe zur Geschichte, zur Kultur und deren Erbe aus: Es war ihr zu Ohren gekommen, dass das neben dem Gebäude verlaufende Gässchen, das der täglich oft begangene Weg des Pfarrers zu seiner Kirche war, zu einer breiteren Gasse ausgebaut werden sollte, der eine kürzere Strecke eines Trauerzuges von der Kirche zum Friedhof wäre. Die alte Schule sollte nun diesem Vorhaben weichen. Das konnte und wollte Traudel Pichler nicht zulassen und sah sich nun gezwungen dieses, durch den Erwerb des Gebäudes, zu verhindern. Nachdem der Kauf abgeschlossen war, ging sie mit viel Geschick und Hingabe ans Werk, ließ die Gebäude renovieren und richtete es nach ihrem Bedarf ein.

Erst später konnte sie in Erfahrung bringen, dass nicht der Zufall alleine sie in unsere Gegend geführt hatte. Recherchen mit dem damaligen Pfarrer von Ravelsbach ergaben, dass Ahnen Traudel Pichlers (väterlicherseits) vor einigen Generationen in Oberravelsbach gelebt haben. Dies erfuhr ich von der, der Künstlerin sehr nahe stehenden Schneiderin Hildegard Wessner aus Gaindorf, mit dem Nachsatz Traudel Pichlers: „Der Kreis hat sich geschlossen!“
Traudel Pichler liebte ihren Pfarrhof, ihr „Sakrales Schloss“, das mit den angeschlossenen kleinen Schuppen einen geschlossenen, von außen nicht einsehbaren Hof umgab. Sie liebte ihren kleinen Goldfischteich im Hof, von herrlichsten Stockmalven umgeben, sie liebte den zum Pfarrhof gehörenden Garten mit altem Obstbaumbestand. Sie liebte ihr altes Schulgebäude, das sie als ihr Atelier mit viel Geschmack einrichtete. Ein großer Raum, dass sie bis zum Gebälk des Daches öffnen ließ, ein gemauerter Kamin, riesig groß, das Herz des Hauses. Das war nun die Schaffensstätte der begnadeten Künstlerin. Die Zimmer und Stuben könnten viel erzählen, von der Schule, vom Kammmacher Wawrik, von Traudel Pichler.

 

Traudel Pichler in ihrem Paradies

Und es war gleich ihre Burg, in die sie sich nur allzu oft zurückzog und ungern verließ. Hier schuf sie unzählige ihrer wunderbaren Werke, die viele gesehen, nicht alle verstanden, doch viele faszinierten. Im Winter musste sie oft ihrer Tätigkeit in den Pfarrhof verlegen, da der große Raum des alten Schulgebäudes kaum zu beheizen war. Im Pfarrhof war es gemütlich und warm, die vielen kostbaren Teppiche am Boden und an der Wand trugen noch das Ihre zur Behaglichkeit bei.

Es ist für den Pfarrhof genauso ein Glücksfall wie für die alte Schule, dass es in den Besitz von Traudel Pichler kam. Sie wahrte das Erhaltenswerte und zeigte Liebe zum Erworbenen. Sie wahrte die Ausstrahlung der Räume und ließ sie in ihre Werke einfließen. Das Schulhaus aus Lehmziegel errichtet, die Fenster kunstvoll vergittert, eine Wohnstube, dunkel, alt doch ungemein heimelig, ein geschichtliches Juwel mit gediegener, alter Wohnkultur. Nicht korrekt gestaltetes, nicht lineares Mauerwerk ließ sie jubeln, denn das war lebendiges Bauwerk, so lebendig wie ihre Werke.

Ein Bild der Künstlerin lebt, spricht viele Sprachen, kann täglich neue Aspekte hervorbringen, neue Welten öffnen. Jede einzelne Nuance eines Bildes kann konträr zum Gesamtwerk sein und dieses dadurch erst erfüllen. Viele Sprachen, viele Gedanken, viele Farben. Die Sprachen einer begnadeten Künstlerin, Gedanken der Werte und Farben des Lebens.

Die Künstlerin hielt es nicht für nötig ihre Werke zu erklären, entweder man sah und verstand, oder eben nicht, da konnten auch keine Worte helfen. Galerien, Kataloge und das ganze Drumherum waren ihr zuwider, Gesellschaften scheute sie, selbst ihre Professoren oder Magistertitel führte sie nicht an. Sie mochte ohne Titel und Mittel anerkannt werden.

Sie hielt es auch nicht für nötig bei Vernissagen gesonderte Einladungen an Bekannte auszusprechen, entweder man kam oder eben nicht. Ein Gespräch mit ihr über die Malerei oder anderwärtiger Kunst gab es selten, ein Gespräch über ihre Bilder gab es noch seltener. Sie wollte nicht über ihre Kinder sprechen und ihre Werke waren ihre Kinder.

Einen Blick in ihr Atelier oder auf eines ihrer Bilder zu werfen war nur wenigen erlaubt, sie hielt ihre Kinder in ihrer kleinen Welt verborgen, es tat ihr weh, sie zu präsentieren oder gar wegzugeben. Sie wollte sich nicht von ihnen trennen und darum mochte sie auch keine Galerien die diesem Zwecke dienten. Doch Traudel Pichler musste ja auch von was leben, das Lehramt und die Malerei war nun mal ihr Erwerb.

Mit ihrem langjährigem Freund, Lehrer und Gönner, Professor Max Melcher, der ihr in Wort und Tat zu Seite stand, schuf sie unzählige Gemälde großer Bedeutung, unterschiedlichster Prägung und Aussagekraft. Gemälde von tiefen menschlichen Empfindungen bis zu den Höhen des Möglichen und wieder zurück in ihre oft  selbst gewählte Einsamkeit. Professor Mg. Art. Max Melcher war Akademischer Maler, Grafiker, Leiter der Meisterschule für Grafik an der Akademie für Bildende Künste in Wien von 1967 – 1991, und 1972 - 1976 sowie 1984 – 1997 deren Rektor.

 

Prof. Max Melcher und Josef Pengl bei "ihrer" Arbeit

Wahre Handarbeit waren Traudel Pichlers Basen zur Veranschaulichung ihrer Empfindungen und Ansichten. Im Hofe des Pfarrhofes wurden die Rahmen der Bilder zusammengebaut, mit speziellen Leinen bespannt und mit selbst angesetztem Leim grundiert. Hier vermengten sich Weisheit, Erfahrung und Praktikum mehrerer Personen zu einem sinnvollen Ergebnis. Es war eine rituelle Arbeit die hier von Traudel Pichler, dem Professor und dem geschicktem Ziersdorfer Landwirt Josef Pengl gepflegt wurde. Grundlage zu Meisterwerken bildender Kunst.


Josef Pengl, der selbstlose Helfer Traudel Pichler’s, hatte stets eine wirksame Hand wenn sie benötigt wurde. Ein Landwirt wie er hat nun mal viel Erfahrung und das Können zu handwerklichen Tätigkeiten. Hier konnte er die Werte alter, vererbter, bäuerlicher Weisheit einbringen, hier waren sie noch gefragt. Josef Pengl war für das Fertigen von Rahmen genau so zuständig, wie für die Arbeiten in Haus und Garten. Er war ein Mann der nicht lange fragte, sondern half. Er fertigte auch die Möbel im alten Schulhaus nach den Vorstellungen der Künstlerin an. Ein Mobiliar mit viel Gespür und Liebe geschaffen, dem Ambiente des Hauses entsprechend. Im Laufe der vielen Jahre, die Josef Pengl der Künstlerin zur Seite stand, entwickelte sich eine feste Freundschaft und tiefes Verstehen zwischen dem ungleichen Paar. Er war ihr loyal bis zum Ende.


Traudel Pichler fuhr früher gerne Auto, erst einen VW-Käfer; später einen weißen, dann einen grauen Porsche, es war dies der einzige Luxus den sie sich gönnte. Dinge die andere als unentbehrlich bezeichneten, konnte sie entbehren, ihren Porsche 944 aber nicht. Es war ihr ein Symbol des Andersseins, ein Statussymbol der Künstlerin. Sie fuhr mit ihrem Auto in die Akademie, zu Galerien, zu Freunden. Im Winter jedoch musste sie den ungeliebten Zug nach Wien nehmen. Sie wollte nie mit dem Zug fahren, obwohl die Verbindung von Ziersdorf nach Wien eine sehr gute war. Sie hasste das Gedränge, den Mief und die Banalität des Pendlerzugs. Sie wollte nicht mit Verkäuferinnen, Sekretärinnen und den anderen, die ihren Alltag und ihre Erlebnisse hier ausbreiteten zusammen sein. Dies alles war ihr äußerst unangenehm, sie brauchte Distanz zum Banalen. „Ich mag nicht den Geruch des Vorstadtzuges, ich mag nicht die Gespräche des Alltags!“ Das waren ihre Worte. Ich glaube, sie war nicht alleine mit dieser Ansicht, ich glaube, dass viele so denken, aber nicht anders können.


Traudel Pichler war eine Künstlerin im wahrsten Sinne des Wortes und als solche war auch ihr Leben Kunst, Kunst mit allen Farben und Schattierungen, Exaltiertheiten und Extravaganzen. Sie machte sich auch nicht viel aus Mode, sie trug lieber ein gestreiftes Hemd und ihre Blue Jeans. Nur wenige wussten jedoch vom tatsächlichen Umfang ihrer Garderobe. Eine sehr große Anzahl Kostümen und Kleider waren in den Schränken des Pfarrhofes verstaut, welche aber nur zu ganz besonderen Anlässen gebraucht wurden. Elegant und streng feminin, bereit für die große Welt in die sie sich ab und zu begab. Ab und zu, das waren Galerien, Empfänge, Familienfeten und Begräbnisse. Traudel Pichler, die ja auch mit dem Adel (verwandt auch mit dem Geschlecht der Auersperg) verkehrte, wusste sich auch hier gerne gesehen. Nach solchen Begegnungen zog sie sich jedoch wieder gerne in ihre Idylle zurück und hier wurden diese Kleider nie getragen.

Sie lebte nicht alleine in ihrem Pfarrhof, sie hatte ihren geliebten Hund „Shiva“, einem Tibet-Terrier benannt nach einer Gottheit des Hinduismus, Goldfische in einem kleinen Teich, drei bis fünf Katzen und einige Hühner, mit denen sie im Hof des Pfarrhofes bei einer Kaffeejause gerne das Brot teilte und sie hatte Freunde in der Nachbarschaft und im Ort. Es waren derer nicht viele, aber es waren Auserwählte. Frau Maria Weidinger, Landwirtin und Nachbarin Traudel Pichlers gehörte zu ihnen. Zum nahe dem Pfarrhof gelegenen Wirtschaftgebäude kam die Künstlerin oft um mit ihrer, zur Freundin gewordenen Nachbarin, Gedanken, Probleme und Nachrichten auszutauschen. Die Hilfsbereitschaft Traudel Pichlers, ihr mitfühlendes Herz und das Verständnis zu den Problemen anderer, zeichnete sie aus. Sie fand in Maria Weidinger eine Partnerin, der sie auch ihre Probleme anvertrauen konnte. Trotzdem sie mit ihrer Nachbarin per “Du“ war, wurde sie aber niemals mit dem Vornamen angesprochen. Traudel Pichler liebte auch Weidingers Milchsuppe, zu der sie oft eingeladen war, obwohl sie sich sehr wenig ums Essen machte. Eine Tasse Kaffee und eine Zigarette waren ihr wichtiger.


Eine Seite kannten aber nur wenige an ihr, ihre Liebe zum Alltag des Landlebens. Oft und oft verweilte sie Stunden mit der Landwirtin im Schweinestall. Oft half sie nächtens mit, wenn eine Muttersau ihre Ferkel warf, oft rieb sie die Neugeborenen mit Stroh trocken und erfreute sich am neuen Leben. Sie ging gerne mit Frau Weidinger in den Weingarten und half ihr beim „Anbinden“, und half auch bei der Weinlese, wenn nicht zu viele Menschen um sie waren. Sie war auch beim „Ziersdorfer Weinherbst“, bei dem der Weinhof Weidinger auch seine Köstlichkeiten darbot, hilfsbereit zur Stelle. Im hintersten Winkel der Ausschank stand sie stundenlang und wusch Gläser und Teller.

Der alte Pfarrhof in Ziersdorf (Wohnhaus)

 

Auch das war die große Künstlerin Traudel Pichler. Immer bescheiden aus dem Hintergrund aktiv sein. Ich erinnere mich auch an eine Bildspende für die große Spendenaktion des ORF „Licht ins Dunkel“, ich habe es damals selbst im Fernsehen vernommen. Nur die Erwähnung der wertvollen Spende; ohne Zusatz, ohne Anhang, ohne Werbung. Zum Dank der Freundschaft des Hauses Weidinger setzte sie für jede Generation eine Linde vor der Wirtschaftshalle in der Pfarrhofgasse; sie gedeihen dort noch immer prächtig und erweisen sich der Erinnerung würdig.

 

Eine Verbindung anderer Art war die Freundschaft zur Familie des Tierarztes Mag. Helmut Pickl-Herk, besonders zu seiner Gattin Monika und Sohn Dr. Matthias Pickl-Herk. Beschränkten sich die Gespräche Traudel Pichlers mit dem Tierarzt beim Genuss einer Zigarette mehr auf die Haltung und Betreuung von Katzen und Hunden, sowie auf Natur und die Gartenhaltung, waren die Gespräche mit seinem Sohn dem Arzt Dr. Matthias Pickl-Herk mehr von weltanschaulichen und medizinischen Themen geprägt. Seine Besuche bei der Künstlerin waren jedoch eher zufällig. Da sich jedoch die Hunde der Familien sehr mochten, kamen sie doch dann und wann zustande. Schon in der Zeit des Pfarrhofumbaues war Dr. Pickl-Herk der Künstlerin hilfreich und ging oft Josef Pengl bei den diversen Arbeiten zur Hand. Über ihre Malerei, über ihre berufliche Tätigkeit wurde nie gesprochen, da sie dies auch nicht wollte. Gerne sprach sie von der Zukunft und ersehnte die Pension, denn ihr Schaffen an der Akademie hatte kaum noch Reiz für sie.

 

Innig war die Beziehung zu ihrer bereits erwähnten Schneidermeisterin und Freundin Hildegard Wessner aus Gaindorf. Es war eine Art Seelenverwandtschaft, die die beiden Frauen verband. Neben ihrer Tätigkeit als Traudel Pichlers Hausschneiderin war sie Gesprächspartnerin für alle Belange zweier Frauen, die sich einfach verstanden. Stundenlange Gedankenaustausche im Hofe des Pfarrhofs an linden Sommertagen führten oft in die Nacht und den frühen Morgen. Bei einem Fläschchen Wein, oder zwei, entledigte man sich gegenseitig schwerer Alltagslasten und Sorgen.

Die Anprobe neuer Kleider wurde meist in Gaindorf getätigt. In dieser kleinen Schneiderwerkstätte fühlte sich Traudel Pichler wohl und es wäre ihr nicht recht gewesen, hätte es hier Veränderungen in Richtung Modernisierung gegeben. Frau Hildegard Wessner ist noch heute im Besitz eines wunderschönen, mit Strass besetzten, lichtblauen Kleides, welches ihr die Künstlerin einfach zur Erinnerung geschenkt hat, ein Kleid aus einem Wiener Top-Modehaus.

Das alte Schulgebäude (Atelier)

So tief und intim die Gespräche der beiden Damen auch waren, vom Leid der Künstlerin wusste auch diese Seelen-freundin nichts. So war auch die Nachricht vom Tode der Künstlerin für die Schneidermeisterin aus Gaindorf eine wahrlich unerwartete und schmerzhafte.

 

Traudel Pichlers Abgang aus dieser Welt war ein für alle überraschender.

Nach kurzen Aufenthalten im Krankenhaus Hollabrunn kam sie vom letzten nicht mehr heim. Sie verstarb am 01.Juli 2002. Ihre Urne wurde im Familiengrabe in Baden bei Wien beigesetzt.


Sie war eine große Dame der österreichischen Kunstwelt, deren Bedeutung uns in Ziersdorf wenig bewusst war, genau wie sie es wollte. Hier war sie zu Hause, hier wollte sie ihren Frieden.

Um ihre Werke zu verstehen bedarf es keines Kunstverständnisses, es bedarf nur des Sehens und Erkennens des eigenen Lebens und der Schöpfung. Sie erklärte fast nie ihre Gemälde, sie ließ den Betrachter alleine mit ihren Werken.


So waren auch Traudel Pichlers Worte: „Wer nicht von selbst erkennt, dem kann auch nichts gesagt werden!